Schwitzhütten

Die Schwitzhütte bildet in vielen Kulturen ein Ritual der Reinigung und Selbstreflektion. Sie symbolisiert den Schoß von Mutter Erde, in den wir während des Rituals hinein kriechen und aus dem wir zum Abschluss wieder neugeboren herauskommen. Die Zeit in der Schwitzhütte lädt uns dazu ein, uns auf unsere innersten Bewegungen zu besinnen, uns anzunehmen und loszulassen, was uns in unserer Entwicklung hemmt. Umhüllt von der Wärme heißer Steine und angeregt durch die Kraft des Wassers können neue Impulse entfacht und tiefe Erkenntnisse gewonnen werden.

Im Tonhaus finden regelmäßig offene Schwitzhüttentermine für Kinder, Frauen und Männer statt:

Männerhütten: 11. Juni, 03. September, 19. November 2017

Frauenhütten: 09. Dezember 2017, weitere Termine bei Assiya Eisert in Gichenbach (06656-6689)

Männer- und Frauenhütte: 21. Mai, 22. Oktober und zum Jahresabschluss 27. Dezember 2017

Kinderhütte: 17. Juni 2017

Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Für die Teilnahme bitten wir um einen Beitrag von 15 Euro für Holz & Infrastruktur sowie eine Spende nach eigenem Ermessen für WassergießerIn und FeuerhüterIn. Zusätzlich bitten wir um einen Beitrag für das gemeinsame Büfett am Abend.

Auch besondere Anlässe – wie Geburtstage, Hochzeiten, Abschiede und andere Übergangszeiten – binden wir für Sie gern individuell nach Ihren Bedürfnissen und Themen in ein Schwitzhüttenritual ein.

ABLAUF:

Der Ablauf während des Rituals variiert je nachdem, wer mit welchem Thema oder Schwerpunkt die Schwitzhütte leitet, d.h. WassergießerIn ist.  Grundsätzlich finden sich etwa 4 Phasen im Ritual wieder.

Vorbereitungszeit:

Das Rutengestell wird mit Decken abgedeckt, der innere Kreis mit Matten und Decken ausgelegt, die Kuhle für die Steine gereinigt und das Holz am Feuerplatz aufgeschichtet. Danach werden die Steine ausgewählt, bestimmten Kräften gewidmet und auf den Holzaltar gelegt. Nun wird das Feuer entzündet und ab diesem Moment von einem Feuerhüter/einer Feuerhüterin umsorgt.

Zwischenphase:

In der Zwischenphase, in der die Steine im Feuer erhitzt werden,  lädt der Wassergießer/die Wassergießerin alle Teilnehmenden zu Aktionen oder Übungen ein, die helfen, am Platz anzukommen, zur Ruhe zu kommen und sich auf die Zeit in der Schwitzhütte einzustimmen – bspw. bei einem Spaziergang, beim gemeinsamen Trommeln, bei kreativen Übungen oder Naturerlebnissen. Außerdem wird das Obst für die kleine Obstmahlzeit in der Schwitzhütte vorbereitet.

Hüttenphase:

Nun versammeln sich alle Teilnehmenden am Feuerplatz, um in die Schwitzhütte zu gehen. In vier Runden gibt der Feuerhüter/die Feuerhüterin nun die glühend-heißen Steine in die Kuhle der Schwitzhütte hinein. Die Steine werden vom Wassergießer/von der Wassergießerin begrüßt und nach und nach mit Wasser begossen. Dabei ist Raum für stille oder ausgesprochene Gebete. Lieder, Geschichten und Räucherungen begleiten das Ritual. In den Pausen zwischen den einzelnen Runden wird Wasser und Obst gereicht.

Abschlussphase:

Je nach Veranstaltungszeitraum wird die Schwitzhütte direkt nach der Hüttenphase oder am nächsten Morgen abgedeckt und die Decken zum Trocknen aufgehängt.

Die Duschen im Tonhaus stehen allen Teilnehmenden zur Verfügung.

Ein gemeinsames Essen beschließt das Ritual.